Dienstag, 19. September 2017

Rezension ~ Strasse des Todes

Titel: Strasse des Todes
Originaltitel: Taken
Autor: Robert Crais
Reihe: Elvis Cole &
Seiten: Joe Pike
Verlag: Heyne
Genre: Thriller, Action
Leseprobe


Reiheninformation:
Bei diesem Buch handelt es sich um den 15. Band einer Reihe. Diese Rezension ist spoilerfrei. Ich kenne keinen der Vorgänger und hatte nicht das Gefühl, der Handlung nicht folgen zu können. Auch fühle ich mich nicht in Bezug auf vorherige Bände gespoilert. 

Inhalt:
Kris und ihr Freund Jack beobachten ein grausames Verbrechen in der kalifornischen Wüste. Dabei werden sie entdeckt und entführt. Der Privatermittler Elvis Cole wird beauftragt Jack und Kris zu finden. Das ist nicht ganz so einfach wie es scheint, ist das Paar doch in die Hände von Menschenschmugglern geraten. 

Meine Meinung:
Das Buch lag ewig auf meinem SuB und ich hatte eigentlich keine große Lust mehr drauf, obwohl es ziemlich spannend klingt. An einem Leseabend habe ich es mir dann doch zur Hand genommen und es keine Sekunde bereut. 

Ich bin super in die Geschichte eingestiegen, auch wenn es sich hierbei um den 15. Teil einer Reihe handelt. Zwar bleiben im Nachhinein die Charaktere ein bisschen oberflächlich (um sie besser zu kennen, muss man vielleicht die anderen Teile lesen), aber ich möchte sie auch nicht unbedingt näher kennenlernen. 

Die Handlung ist spannend und hat mich ans Buch gefesselt, was mich im Grunde ein bisschen wundert. Es handelt sich hierbei eher um einen Actionthriller und das ist eigentlich nichts, was ich gern lese oder schaue. Es gibt so gut wie keine Ermittlungsarbeit, stattdessen wird alles mit Waffelgewalt oder Hinterhalten gelöst. Wundert aber wohl auch nicht, wenn es sich bei den Protagonisten um ehemalige Militärs handelt.

Der Aufbau des Buches trägt zum schnellen Lesefluss bei, auch wenn ich mich über manche Sachen gewundert habe. Zunächst mal wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Wir erfahren nicht nur, was Jack und Kris in Gefangenschaft erleben (und das ist wirklich nicht ohne), sondern auch wie Cole und seine Freunde ihnen auf die Spur kommen (wollen). Außerdem sind die Kapitel zeitlich eingeteilt. Zum Beispiel: „Elvis Cole – Sechs Tage nach ihrer Entführung“. Hierbei spoilert das Buch sich allerdings selbst, da es unter anderem heißt: „Elvis Cole – Vier Tage vor XX“. Damit weiß der Leser schon was passieren wird, bevor Cole überhaupt eine Spur zu Kris und Jack hat. Das macht einerseits neugierig, weil man wissen will wie es zu XX kommt. Aber andererseits hat es mir auch ein wenig die Spannung genommen. 

Wie bereits angesprochen, gibt es einige brutale Szenen. Blut fließt reichlich. Das passt aber auch zum Thema, denn Menschenschmuggel ist kein sauberes Geschäft. Es war wirklich schrecklich, was die armen Menschen durchmachen mussten, aber es ist ein interessantes Thema, über das ich bisher noch nichts gelesen habe. 

Fazit:
Ein spannender Thriller, der mir unerwartet gut gefallen hat. Thematisch sehr ansprechend und durch den Handlungsaufbau entsteht ein hohes Lesetempo. Allerdings geht es heftig zur Sache, also ist das Buch nicht für jeden etwas. 

Reihe weiterverfolgen?
Es hat mir zwar sehr gut gefallen, aber Priorität hat diese Reihe dennoch nicht. Ich kann mir vorstellen, dass die „Ermittlungsarbeit“ von Cole mir irgendwann auf den Keks geht. 

 

Montag, 18. September 2017

Hörbuchrezensionen ~ Kein Entkommen ~ Die Toten von Sandhamn

Titel: Kein Entkommen
Originaltitel: Never Look Away
Autor: Linwood Barclay
Sprecher: Johannes Steck, Julia Nachtmann
Minuten: 294 Minuten
Verlag: Hörbuch Hamburg
Genre: Krimi


Inhalt:
Gemeinsam mit seiner Frau Jen und ihrem Sohn Ethan, unternimmt David einen Ausflug in einen Freizeitpark. Doch bevor der Spaß anfängt, beginnt der Albtraum. Jen verschwindet spurlos und die Polizei verdächtigt David mit dem Verschwinden etwas zu tun zu haben. David allerdings streitet alles ab und versucht seinerseits Jen zu finden. 

Meine Meinung:
Die Geschichte hat mich anfangs an Gone Girl erinnert, auch wenn das meiste doch anders ist. Aber eine verschwundene Frau und alle Spuren deuten auf den Mann, während dieser Dinge als Beweise anführt, die kein Mensch je gesehen hat… das kennt man doch. Überhaupt sind einige Aspekte ziemlich vorhersehbar. Auch die Polizei handelt für mich nicht immer logisch. 

Als Hörbuch hat mir die Geschichte im Großen und Ganzen aber gut gefallen. Ich mag Johannes Steck als Sprecher sehr gern und er hat für mich gut zu David gepasst. Auch der weibliche Part hat mir gut gefallen. Wobei ich es fast ein bisschen unglücklich finde, dass es auch eine weibliche Sprecherin gibt. Da merkt man ja schon, wohin die Geschichte gehen könnte. 

Fazit:
Gone Girl nur weniger abgedreht. Wer gern spannende Literatur mag, aber nicht auf Mord und Totschlag steht (bzw. das nur in sehr geringen Dosen mag), sollte sich diese Geschichte anschauen. 




Titel: Die Toten von Sandhamn
Originaltitel: I grunden utan skuld
Autorin: Viveca Sten
Sprecher: Stephan Schad
Reihe: Thomas Andreasson #3
Minuten: 220 Minuten
Verlag: Jumbo Neue Medien
Genre: Krimi, Schwedische Schären

Reiheninformation:
Hierbei handelt es sich um den dritten Band eine Reihe. Meine Rezension ist spoilerfrei. Ich kenne die Vorgänger nicht und hatte keine Probleme der Handlung zu folgen. Auch hatte ich nicht das Gefühl, in Bezug auf die vorherigen Bände gespoilert zu werden. 

Inhalt:
Auf der schwedischen Schäreninsel Sandhamn verschwindet ein junges Mädchen spurlos. Aufgrund der Aussage einer Freundin, gehen Thomas Andreasson und seine Kollegen bald von Selbstmord aus. Doch einige Monate später gibt es neue Entwicklungen in dem Fall. Zusätzlich wird die Geschichte von Thorwald erzählt, der beinahe 100 Jahre vor den Ereignissen auf Sandhamn lebte. 

Meine Meinung:
Die Reihe ist mir unter anderem von meiner Mutter sehr ans Herz gelegt worden. Aus Versehen habe ich mit dem dritten Band begonnen, hatte aber keine Probleme in die Geschichte einzusteigen. 

Ich mag schwedische Krimis sehr gern, die ja eher immer etwas düsterer und depressiver sind. Das ist hier gar nicht der Fall. Klar, es ist ein Krimi, folglich passieren schlimme Dinge. Aber dennoch ist die Geschichte nicht so brutal und dunkel, wie man es vielleicht von einem schwedischen Krimi erwarten würde. Die Handlung ist spannend, aber relativ unblutig und eher ruhig. Wer also weniger auf Thriller steht, sondern eher etwas Seichteres bevorzugt, ist hier an der richtigen Adresse. 

Der Sprecher hat mir sehr gut gefallen. Er verkörpert Kommissar Andreasson sehr gut und gibt gleichzeitig allen anderen Charakteren eine eigene Note.

Fazit:
Auch wenn ich mit dem dritten Band in diese Reihe gestartet bin, habe ich definitiv Lust auf mehr. Wer gern spannende, aber leichte Krimis mag und die Reihe noch nicht kennt, sollte mal vorbei schauen.